Zum Unterricht
Jede Tanzlektion beginnt mit einem sorgfältigen Körpertraining, das beide Körperhälften gleichmässig beansprucht. Tänzerischer Ausdruck kann nur entstehen, wenn das Instrument Körper durchlässig ist, wenn Energien frei fliessen, Schwere und Leichtigkeit, Enge und Weite wahrgenommen werden, verschiedene Tempi und Rhythmen umgesetzt werden können. Die Arbeit in der Gruppe und mit Partnern/Partnerinnen beschwingt und gibt einen guten Ausgleich zu den Alltagsbelastungen und wirkt gesundheitsfördernd. Intensive Körperarbeit kräftigt, löst und dehnt die Muskulatur, intensiviert die Bewegungskoordination und baut allmählich ein Körperbewusstsein auf, welches in den Alltag hineinwirkt.
Contemporary Dance Basis Graham

Graham Technik bedeutet Arbeit aus der Körpermitte. Hauptprinzipien sind die Stilisierung des Atmens und der Gegenbewegung. Sie eignet sich für Leute, die gerne vertieft und genau arbeiten. Dem klassischen Ballet vergleichbar kennt die Graham-Technik ein Vokabular. Es ist auf der Bühne entstanden und war Teil von Choreografien, bevor es lehr- und lernbare Technik geworden ist.
Das Training besteht aus einem Bodenteil, der auch von Yoga beeinflusst ist, einem Teil in der Mitte und der Bewegung durch den Raum mit Schrittformen, Kombinationen, Sprüngen und Falls, die zu choreografischen Strukturen zusammengesetzt werden. Die zum Training verwendete Musik ist vielfältig und reicht von Pop über Jazz, Weltmusik bis zur Klassik. Die Graham-Technik ist zu einer Grundtechnik des Tanzes geworden und wird rund um die Welt in Ausbildungsschulen unterrichtet.
Technik und Improvisation Basis Nikolais

Die Philosophie von Alwin Nikolais hat sich aus dem deutschen Ausdruckstanz der Mary Wigman entwickelt. Ihre Assistentin Hanya Holm wanderte nach New York aus, wo sie eine der "Big Four" des amerikanischen Modern Dance und zur Stammmutter der Nikolais-Louis Tradition wurde.
Nach einem sorgfältigen Aufwärmen des Körpers im Sitzen, Liegen und Stehen, das Elemente von Pilates enthält und der Erarbeitung von Grundformen der Fortbewegung, improvisieren wir nach Konzepten des Raumes, der Zeit und der Energie. Es gibt keine festen Formen oder Schritte, die Namen haben wir etwa im Ballett oder in der Graham-Technik. Alle Bewegungen verändern sich entsprechend der angewandten Konzepte. Das bewegungsmaterial ist damit unendlich vielfältig. Es steht weniger technische Perfektion als persönliches, spontanes Eingehen auf das Geschehen im Zentrum.
Zusätzliche Angebote

Tanzkomposition / Choreografie
Gastkurse mit ergänzenden Themen, z.B. Spiraldynamik
Tanzprojekte für Schulen
Informationen über Berufsausbildung im Ausland
CH-Aufnahmeprüfung/Audition Laban London
AUSBLICK: Gestalten mit bewegungs-und tanzinteressierten Männern und Frauen +/- 50
"Ich mache meinen eigenen Tanz" hiess mein Projekt in der Schule, das sich an Schüler/innen richtete, die kaum ein formales Tanztraining kannten, sondern von Hip Hop, Kunstturnen, orientalischem Tanz, Volkstanz, DJ-Bobo-Stil geprägt oder ganz ohne Vorerfahrung waren. Die Resultate waren erstaunlich vielfältig und interessant. Es schwebt mir nun vor, ein solches Projekt mit älteren Menschen auszuprobieren.
Voraussetzung ist, dass Interessenten und Interessentinnen bewegungsfreudig und bewegungsgewohnt, neugierig und offen sind, und gerne auf "Entdeckungsreise" gehen. Tanzerfahrung wird nicht vorausgesetzt. Mit 50 ist der Körper nicht mehr 20 und entsprechend rücksichtsvoll zu behandeln. Ersetzte Gelenke (ich habe selber einen Knieersatz) sind ebenfalls kein Hindernis.
Wichtig is mir, die Teilnehmenden selber zum Gestalten zu bringen und nicht etwa mit ihnen einfach eine von mir gestaltete Choreografie einzustudieren.
Interessentinnen und Interessenten sind gebeten, sich bei mir zu melden, damit ich zu gegebener Zeit ein Treffen organisieren kann. Dort wird es darum gehen, im Gespräch herauszukristallisieren, wohin die "Reise" gehen soll.